Trail-Parcour
Sicher und effektiv durch den Trail-Parcours
Damit ihr den Trail-Parcours sicher und effektiv nutzen könnt und Verletzungen sowie unnötige Gefahren vermeidet, haben wir für euch hilfreiche Hinweise und Anleitungen zu den einzelnen Geräten zusammengestellt.
Die Übungen sind unterschiedlich anspruchsvoll und sollten immer an den individuellen Ausbildungsstand, das Vertrauen und die Erfahrung eures Pferdes angepasst werden. Geht jede neue Herausforderung ruhig und schrittweise an und gebt eurem Pferd ausreichend Zeit, die einzelnen Hindernisse kennenzulernen.
Sicherheit, Vertrauen und ein ruhiges Heranführen stehen dabei immer an erster Stelle.
1. Wellenbox von Mountain Trailer
Hoher Schwierigkeitsgrad – bitte behutsam herantasten!
Die Wellenbox stellt sowohl die mentale Gelassenheit als auch die körperliche Koordination und das Gleichgewicht eures Pferdes auf die Probe. Der bewegliche Untergrund erfordert Konzentration und Vertrauen.
Führt euer Pferd zunächst gerade und ruhig auf die Wellenbox zu. Gebt ihm ausreichend Zeit, das ungewohnte Hindernis kennenzulernen, und führt es anschließend langsam und achtsam über die Box.
Da der Untergrund wackelig und beweglich ist, solltet ihr besonders vorsichtig vorgehen. Steigert die Übung Schritt für Schritt und fordert euer Pferd nicht direkt zu viel. Entscheidend ist, dass euer Pferd die Bewegung in Ruhe kennenlernen und sicher bewältigen kann.
Tipp: Ruhe, Geduld und kleine Trainingsschritte sind hier wichtiger als Geschwindigkeit. So könnt ihr das Vertrauen eures Pferdes stärken und gleichzeitig Koordination und Körperbewusstsein fördern.
Wichtig!!! Pferde mit Widia-Stiften dürften dieses Gerät nicht benutzen!
2. Bällevorgang / Flattervorhang
Die bunten Kunststoffbälle und der Flattervorhang bewegen sich beim Durchqueren leicht und erzeugen dabei sanfte Berührungen, Bewegungen und Geräusche. Für das Pferd kann dies zunächst ungewohnt sein – deshalb sollte es langsam und behutsam an das Hindernis herangeführt werden.
Führt euer Pferd zunächst im Schritt auf den Vorhang zu und gebt ihm ausreichend Zeit, das Gerät kennenzulernen. Bereits die kleinste Berührung darf ruhig gelobt und belohnt werden. Bewegt die Bälle bzw. den Flattervorhang zunächst vorsichtig mit der Hand, damit euer Pferd die Beweglichkeit des Hindernisses wahrnehmen kann.
Für die ersten Versuche könnt ihr mit der Hand eine kleine Gasse schaffen oder die Bälle und Vorhänge seitlich etwas zur Seite halten. So könnt ihr die Intensität der Berührung langsam steigern und euer Pferd Schritt für Schritt an das Hindernis gewöhnen.
Wichtig: Lauft niemals vor eurem Pferd durch den Vorhang. Pferde, die das Hindernis noch nicht kennen, können sich erschrecken und versuchen, nach vorne hindurchzuspringen. Haltet euch deshalb seitlich und außerhalb des Ständers auf und führt euer Pferd möglichst selbst
Ihr könnt an dem Stände mit Hilfe der Auflagen die Höhe verstellen, haltet hierzu die Latte etwas nach oben und rastet dann im neuen Loch mit der Auflage im Ständer ein!
3. Podest
Führt euer Pferd ruhig und behutsam an das Podest heran. Lasst es zunächst mit einem Vorderhuf Kontakt zum Gerät aufnehmen und anschließend den zweiten Vorderhuf dazusetzen. Gebt eurem Pferd dabei ausreichend Zeit, das Podest kennenzulernen und Vertrauen in die ungewohnte Unterlage zu entwickeln.
Wenn euer Pferd sicher und entspannt auf das Podest steigt, könnt ihr die Übung langsam steigern. Führt es zunächst vollständig über das Podest und lasst es im weiteren Trainingsverlauf auch für einige Momente darauf stehen.
So fördert ihr Schritt für Schritt Koordination, Gleichgewicht, Körperbewusstsein und Vertrauen eures Pferdes.
Wichtig!!! Pferde mit Widia-Stiften dürfen dieses Gerät nicht benutzen!
4. Poolnudel Durchtritt
Beginnt die Übung zunächst mit einem großzügigen Abstand zwischen den Poolnudeln. So kann euer Pferd die ungewohnte Berührung ganz behutsam kennenlernen, ohne sich eingeengt zu fühlen. Wenn euer Pferd ruhig und sicher durch den Durchtritt geht, könnt ihr den Abstand Schritt für Schritt verringern und die Herausforderung langsam steigern.
Wichtig: Begleitet euer Pferd immer seitlich und außerhalb des Geräts. Pferde können sich bei ungewohnten Berührungen erschrecken und versuchen, über die Poolnudeln zu springen. Dabei besteht nicht nur für das Pferd, sondern auch für euch eine erhebliche Verletzungsgefahr – beispielsweise wenn das Pferd unerwartet in eure Richtung springt.
Geht deshalb ruhig und behutsam vor und steigert den Schwierigkeitsgrad nur so weit, wie es euer Pferd sicher bewältigen kann. Gebt ihm die Zeit, die es braucht, um Vertrauen in die Übung zu entwickeln.
5. Rundbauchwippe
Hoher Schwierigkeitsgrad – bitte mit besonderer Vorsicht trainieren!
Nähert euch der Rundbauchwippe langsam und ruhig. Führt euer Pferd zunächst an das Gerät heran und gebt ihm die Möglichkeit, die Wippe selbstständig mit Nase und Hufen zu erkunden. So kann es das ungewohnte Gefühl und die Bewegung in seinem eigenen Tempo kennenlernen.
Pferde, die noch keine Erfahrung mit einer Wippe haben, sollten zunächst nur mit einem Huf oder beiden Vorderhufen Kontakt zum Gerät aufnehmen. Erst wenn euer Pferd dabei sicher und entspannt bleibt, könnt ihr die Übung Schritt für Schritt erweitern und das vollständige Überqueren der Wippe trainieren.
Wichtig: Geht niemals hastig oder unkontrolliert über die Wippe. Plötzliche Bewegungen können dazu führen, dass das Pferd erschrickt oder das Gleichgewicht verliert. Dadurch besteht insbesondere für die Beine ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Begleitet euer Pferd beim Überqueren seitlich entlang des Geräts. So könnt ihr es unterstützen und gleichzeitig verhindern, dass es bei einer unerwarteten Bewegung nach vorne ausweicht oder über das Gerät springt.
Zwei Geräte in einem: Durch einfaches Umdrehen kann die Rundbauchwippe auch als Rundholzbrücke verwendet werden. Dadurch bietet das Gerät eine weitere abwechslungsreiche Trainingsmöglichkeit und kann je nach Trainingsziel unterschiedlich eingesetzt werden.
Wichtig!!! Pferde mit Widia-Stiften dürfen dieses Gerät nicht benutzen!
6. Stangenstern
Stangenstern für Pferde
Mit dem Stangenstern könnt ihr gezielt die Rückenmuskulatur eures Pferdes stärken und gleichzeitig für abwechslungsreiche Trainingseinheiten sorgen. Die Stangen lassen sich flexibel verstellen und in unterschiedlichen Variationen anordnen – eurer Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Besonders das schräge Überqueren der Stangen fordert die Koordination und Körperwahrnehmung eures Pferdes. Es muss seine Schritte bewusst setzen und sich auf die unterschiedlichen Abstände einstellen – eine tolle Kombination aus körperlicher und mentaler Herausforderung.
7. Bodenleiter
Führt das Pferd gerade und ruhig auf die Bodenleiter zu und lasst es die Leiter in seinem eigenen Tempo überqueren. Positioniert euch dabei seitlich neben der Leiter, um zu verhindern, dass das Pferd nach vorne ausweicht oder über das Hindernis springt und euch dabei verletzen könnte.